Radtour zum Mitmachzirkus am 5./6.9.2020

Was für ein Zirkus!

Dieses Jahr war es mit den Ferien alles völlig anders – bedingt durch die Corona-Pandemie konnten viele Ferienaktionen nicht wie geplant stattfinden. Der Mitmachzirkus unter der Leitung von Olaf Schmeißer konnte ebenfalls nur begrenzt sein Angebot durchführen. Ein besonderer Höhepunkt war dann das lang ersehnte Zirkuswachende „Was für ein Zirkus".

Die Stiftung unterstützt den Mitmachzirkus und finanziert äußerst gerne dieses großartige Angebot für die Kinder und Jugendlichen im Kinderhilfezentrum.

 

Wir danken der Mitarbeiterin des Kinderhilfezentrums Anne Konnertz für diesen lebhaften und fröhlichen Bericht. 

 

Was lange währt, wird endlich gut… Geplant war diese Tour schon sehr lange, sollte sie doch eigentlich das Highlight des Frühjahrs werden...

Dann kam ein kleines Virus, die Schließung der Schulen, das Betretungsverbot für das Kinderhilfezentrum und der Lockdown „da draußen“ dazwischen und machte uns einen Strich durch die Rechnung. Auch der zweite Anlauf zu Beginn der Sommerferien scheiterte daran, dass zu viele Interessierte aus unterschiedlichen Gründen nicht teilnehmen konnten oder durften. Im dritten Anlauf klappte es dann – 11 Mädchen und Jungen zwischen 9 und 15 Jahren und zwei weitere KollegInnen wurden beim Treffpunkt im Garten erwartet. Leider erschienen aber erst mal nur 8 Kinder (und die erwachsenen Begleiter natürlich!). 

 

15 Minuten später war klar, dass ein Teilnehmer wegen eines Konflikts in der Gruppe weggelaufen, einer seit Tagen verletzt und eine einfach nur zu spät dran war. Da aber auch noch einige wichtige Kleidungsstücke fehlten, konnten sich die anderen die Wartezeit mit dem Holen von Regenjacken, Hausschuhen etc. vertreiben. 

Nach einer halben Stunde waren dann alle Kinder und Räder startklar. Inzwischen hatten sich Wind und Nieselregen dann auch verzogen; sogar die Sonne wagte sich zaghaft durch die Wolken…

 

Die Kinder stimmten über die zu wählende Fahrradroute ab und dann ging es endlich los – zum Rheinpark, dann an der Altstadt, Landtag und Medienhafen vorbei und immer weiter auf dem Deich Richtung Süden.

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Das erste Picknick gab es schon am Hafen, da sich der Hunger bei den Jungs natürlich spätestens 15 Minuten nach der Abfahrt einstellt hatte und die Fragen nach dem essen immer lauter wurden. Die Sonne passte dort auch, aber leider wollten auch die Wespen ihre eigene große Party auf unserem Essen feiern… 

Zwischen Hamm und Flehe dann der erste (und einzige) kleine Unfall – von einem Teilnehmer, der in der schnellen Gruppe bis zur Fleher Brücke vorfahren durfte, war nur noch ein verwaistes Mountainbike am Rand des Deiches zu sehen…..Schreck am Mittag! 

Der Junge fand sich ein paar Meter weiter unten – er war vom Rad gefallen und den Deich herunter gerollt. Nach einer „Kühlpause“ mit der kältesten verfügbaren Wasserflasche ging es weiter Richtung Wersten. Die Mountainbiker durften einen Abstecher durch das Wäldchen an der Uni machen, der „Rest“ nutzte den geteerten Radweg. 

 

Pünktlich zu Beginn des „Zirkusprogramms“ erreichten wir dann das Zirkusgelände am Brückerbach. Nach einer kurzen gemeinsamen Besprechung mit der Gruppe und Bernd, der schon alles vorbereitet hatte, ging es los: Alle TeilnehmerInnen verteilten sich auf dem großzügigen Gelände.

 

Besonders beliebt war das Klettern auf der Feuerwehr-Drehleiter in schwindelnde Höhen, das Turnen an Trapez, Ring und Tuch, das Trampolin, das Jonglieren im Zelt, aber auch das intensive Spielen mit Ida, dem „Zirkus-Hund“. 

 

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Gegen Abend gab es dann erst mal eine Pause zum „Betten bauen“ im Zelt, um das nicht später im Dunkeln machen zu müssen. Dann wurde das Lagerfeuer angezündet und Würstchen und Stockbrot sowie Marshmellows gegrillt bzw. gebacken und Kinderpunsch mit selbst gemachtem Traubensaft getrunken. 

 

Anschließend war es schon dunkel genug, um Verstecken im Dunkeln und tanzen und toben im Zelt zu spielen, was nach einer deutlichen Ansage bzgl. der Lautstärke dann auch lange genutzt wurde. 

Über die Nacht im feuchtkalten, zugigen Zelt bei 9 Grad decken wir lieber den Mantel des Schweigens…

 

Dank der sensationellen Versorgung durch Margit, die uns morgens um 6:15 Uhr schon heißen Tee und Kaffee brachte, konnte die anwesende Erlebnispädagogin dann auch irgendwann wieder auftauen und das Frühstücksbüffet anrichten, während die Kinder und der Zirkusdirektor im inzwischen wieder warmen Zelt tief und fest bis zum Wecken um 9:15 Uhr schliefen. 

Nach Frühstück, packen und aufräumen wurden die verbliebenen 2 Stunden noch einmal zum Spielen im Garten genutzt. Die Mädchen ernteten mit Margit zusammen Trauben und sehr leckere Äpfel, die wir am Ende auch noch als Wegzehrung in Form von Apfelmuffins mitnehmen durften! 

Nach einer Abschiedsrunde, bei der wir feststellen konnten, dass wir das Ganze gerne nächstes Jahr wiederholen würden, ging es dann mit dem Rad zügig und bei schönstem Sonnenschein zurück zum Kinderhilfezentrum. 

 

Vielen Dank an die Mitglieder der Stiftung und die SpenderInnen, die uns dieses besondere Erlebnis ermöglicht haben!

Außerdem möchte ich mich bei Charles, Sophie, Bernd, Olaf, Margit und Andreas für die Begleitung auf dem Rad, den Transport des Materials und die Unterstützung, Anleitung und Versorgung vor Ort bedanken.

Und natürlich bei den Kindern, die richtig klasse waren – kreativ, friedlich, kooperativ, mutig, fantasievoll und aktiv.

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